Filmkritik: “Highspeed Money - Die Nick Leeson Story”
Im Jahre 1999 wurde der britische Wirtschaftsthriller “Highspeed Money - Die Nick Leeson Story” gedreht und basiert auf den wahren Erlebnissen des Börsenhändlers Nick Leeson. Er hatte die traditionsreiche Londoner Barings Bank durch millionenschwere Spekulationsgeschäfte im Jahre 1995 in die Pleite geführt und musste dafür ein paar Jahr hinter Gitter wandern. Nun ist der Film seit einer Weile schon auf DVD erhältlich und habe ihn mir angeschaut. Ich kann ihn empfehlen, da er die Geschichte des Nick Leeson erzählt und auch einen Einblick in die Finanzwelt bietet. Zur Handlung: Der Sachbearbeiter Nick Leeson (Ewan McGregor) arbeitet als Sachbearbeiter in der angesehenen Barings Bank und träumt von einer Karriere als Aktienhändler.
Er bekommt die Chance und wird nach Jakkarta versetzt, wo er Wertpapierbestände abbauen und die Buchhaltung umorganisieren muss. Es gelingt ihm mit Erfolg und wird schließlich damit beauftragt für seine Bank eine Niederlassung zu führen. Gemeinsam mit seiner Frau Lisa (Anna Friel) zieht er nach Singapur und nimmt seine Arbeit auf. Nick soll die Händlertätigkeit überwachen und ein Team zusammenstellen. Nach bestandener Prüfung an der SIMEX (Singapore Monetary Exchange) wird er selbst Aktienhändler und träumt davon Millionen zu verdienen. Als erste Verluste eingefahren werden, verbucht er diese auf das Geheimkonto 88888 des Backoffice und weist für die Barings Bank nie erwirtschaftete Gewinne aus.
Der vermeintliche Erfolg läßt ihn zum wichtigsten Trader in Singapur aufsteigen und wird somit zu einer tragenden Säule des Asiengeschäfts des traditionsreichen Londoner Bankhauses. Die aufgelaufenen Verluste auf dem Konto kann er anfangs ausgleichen aber durch weitere Fehlspekulationen steigt der Minusstand schließlich auf über 200 Millionen britische Pfund. Das Erdbeben in der japanischen Metropole Kobe läßt den Nikkei-Index in die Tiefe rauschen und bedeutet für Nick eine Katastrophe. An einem Tag verlierte er 55 Millionen britische Pfund und kann die Millionenverluste nicht mehr ausgleichen. Die Barings Bank bricht zusammen und der einstige Toptrader verliert seinen lukrativen Job und flieht mit Lisa nach Frankfurt. Dort wird er verhaftet und schließlich nach Verbüßung von vier Jahren seiner sechsjährigen Haftstrafe wegen einer Krebserkrankung entlassen.
