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ProSieben: “Der Seewolf” mit schlechter Quote

Der Privatsender ProSieben hat mit seiner Neuverfilmung des Abenteuerromans “Der Seewolf” keinen Erfolg bei den Zuschauern gehabt und schlechte Zuschauerzahlen eingefahren. Den ersten Teil hatten noch über 2 Millionen Zuschauer gesehen und rutschten gestern beim zweiten Teil auf 1,97 Millionen Zuschauer ab. Der Marktanteil belief sich am Montag bei der Zielgruppe der 14 bis 49 Jahre alten Zuschauer auf 9,5 Prozent und sank dann gestern um 1,5 Prozent auf 8,0 Prozent. Insgesamt konnte das Remake nur bedingt überzeugen obwohl Thomas Kretschmann den garstigen und brutalen Kapitän Wolf Larsen des Robbenfängers “Ghost” recht gut spielte. Die Rolle des schmierigen Schiffskochs Thomas Mugridge wurde exzellent von Alexander Hörbe gespielt.

Die Darstellung des Literaturkritikers Humphrey van Weyden wurde von Florian Stetter übernommen und spielt er gut. Die philosophischen Dialoge zwischen “Hump” und Larsen beeindruckten aber konnten über eine gewisse Schwäche des Films nicht hinwegtäuschen. Der Regisseur Christoph Schrewe hat die berühmte Schlüsselszene, wo Larsen vor den Augen seines Kontrahenten van Weyden eine rohe Kartoffel zerdrückt nur mittelmäßig umgesetzt. Die Kartoffel war geschält und zu klein gewählt wodurch der eigentliche Effekt mehr oder weniger verpuffte. Die technische Umsetzung des Abenteuerfilms war erstklassig aber ansonsten war er eher Durchschnitt. Zur Zeit dreht das ZDF ebenfalls eine Neuverfilmung mit Sebastian Koch als Wolf Larsen in der Hauptrolle und auch er muss sich mit Raimund Harmsdorf messen, der den Kapitän im Jahre 1971 gespielt hatte.





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